Wie sieht der Weg ohne einvernehmliche Scheidung aus?

Wie sieht denn der Weg ohne eine einvernehmliche Scheidung aus?

Eine Scheidung ist dann nicht mehr einvernehmlich, wenn die Eheleute sich nicht einigen können. In diesem Fall streiten sie zum Beispiel über den Kindesunterhalt oder den eines Ehegatten. Sie und dann gegebenenfalls auch ihre anwaltlichen VertreterInnen sind so unterschiedlicher Ansicht, dass ein Gericht den Streit entscheiden muss. Vielleicht streiten die Eheleute auch über die Aufteilung des Vermögens. Sie können sich etwa nicht auf einen Wert der ehelichen Immobilie verständigen und benötigen eine gerichtliche Klärung von güterrechtlichen Ansprüchen wie etwas einen Anspruch eines Ehegatten auf Zugewinnausgleich.
In diesem Fall benötigt jeder Ehegatte anwaltliche Unterstützung im Scheidungsverfahren. Das Verfahren selbst verzögert sich erheblich, da zunächst vom Gericht der Sachverhalt zu den entscheidenden Punkten aufgeklärt werden muss und beide Ehegatten ihre rechtlichen Standpunkte vortragen müssen. In manchen Verfahren muss ein Sachverständigengutachten eingeholt werden über den Wert einer Immobilie oder über andere Dinge wie zu Beispiel über den Wert des Unternehmens eines Ehegatten. In diesem Fall verzögert sich das Scheidungsverfahren erheblich und dauert meistens mehrere Jahre. Über diesen ganzen Zeitraum hinweg dauert der Streit zwischen den Ehegatten an. Es kommt nicht zu einer Befriedung. Besonders belastend kann dies für Kinder sein, die den Spannungen ausgesetzt sind. Natürlich führt die streitige Auseinandersetzung auch zu höheren Kosten. Aus all diesen Gründen ist es also immer vorzuziehen, auf eine einvernehmliche Scheidung hinzuwirken.


Wie sieht der Weg ohne einvernehmliche Scheidung aus?